Handschrift

Heidelberg, Universitätsbibliothek

Cod. Pal. germ. 20

Bibel AT, deutsch

Papier - 250 Blatt - 40,3 x 29,2 cm - Hagenau (Unterelsaß) - 1441-1449 -

Erhaltung: Erheblicher Textverlust durch Tintenfraß; teilweise durchgeschlagene Farben; Restaurierung 1962: Blätter fast durchgehend beidseitig in Japanpapier eingebettet und neu an Fälze gehängt, Lagen gebildet und auf vier Bünde geheftet, Halblederband ergänzt, alte Rückensignatur ausgeschnitten und aufgeklebt. Durch den Restaurator Hans Heiland/ Stuttgart Entfernung der leeren Blätter (2*-4*, 59a-b, 160a-b, 248*). - Lagen: (III-2)4 + 7 III46 + 4 IV78 + (IV+1)87 + 14 IV198 (mit Blatt 87a, 137a; Blatt 117 in der Zählung übersprungen) + 8 III244 (mit Blatt 206a, 213a) + (II-1)247*. Blatt 1* an Vorderspiegel angefalzt, Blatt 249* als Hinterspiegel aufgeklebt. Ehemalige Lagenformel (s. Reklamanten) bei Restaurierung zerstört. Reklamanten 197verso, 227verso. Die Handschrift besteht aus Einzelblättern (jedes einzelne Blatt weist ein Wasserzeichen auf!), die zur Heftung an Fälze (vgl. Fragmente) gehängt wurden. Vermutlich wurden von Lauber Foliobögen zur Herstellung großformatigerer und somit repräsentativerer Bücher benutzt. Hierauf weisen die bei allen Blättern vorhandenen mittigen Querknicke hin (Transport?), die bereits vor der Beschriftung beziehungsweise Bemalung vorhanden waren. Fehlerhafte Foliierung des 17. Jahrhunderts: 1-87, 87[a, 20. Jahrhundert], 88-116, 118-137, 137[a, 20. Jahrhundert], 138-202, 202, 204-206, 206[a, 20. Jahrhundert], 207-246, überspringt Blatt 4, 121, 199, 213a. Blatt 247* leer und mit neuzeitlicher Zählung. - Schriftraum: 28,5 x 19 - zweispaltig (außer 1recto, 5recto, 48recto, 82recto,122recto, 162recto, 200recto) - 31-33zeilig -
Schrift:
eine Hand



Überschriften:
Kapitel- und Seitenüberschriften und Schrift der Initialseiten in Textura. Blatt 137a-141: Seitenüberschrift "Regum" verbessert aus "Paralipomenon".
Rubrizierung:
Übliche Rubrizierung.
Anfangsbuchstaben:
Rote Lombarden der Kapitelanfänge über fünf bis sieben Zeilen.
Initialen:
Große Initialen mit Rankenwerk oder figürlichen Motiven jeweils vor den Buchanfängen (1recto, 5recto, 48recto, 82recto, 122recto, 162recto, 200recto). Das Rankenwerk der Initialseiten ist weniger dicht und symmetrischer angelegt als bei den Initialen des Cpg 19.
Miniaturen:
Auf den Buchanfängen gegenüberliegenden Seiten jeweils ganzseitige Illustrationen (4verso, 47verso, 81verso, 121verso, 161verso, 199verso). Bildseite zum Prolog I Sm in Cod. Pal. germ. 17 als Blatt 1 vorgebunden. Die Figuren stehen meist ohne Hintergrund auf einfachen Bodenstücken.
Stil und Einordnung:
Zu den sechs Miniaturen und sieben Initialen siehe WEGENER, S. 39. KAUTZSCH zählt nur sechs Initial- und fünf Bildseiten, WEGENER übergeht die Seiten 119verso/200recto. Federzeichnungen mit kräftigen Wasser- und Deckfarben, selten schraffiert. Farben: Rotbraun, Grau, Karminrot, Ocker, Gelb, verschiedene Grüntöne, Blau (Deckfarbe), Inkarnat, Rosa und Braun. Die Farbpalette ist etwas heller als die der übrigen Bände.

Wasserzeichen: Variante Picc. O I 218 - Ochsenkopf - 1449 - verschiedene Varianten

Wasserzeichen: Variante Picc. O IX 81 - Ochsenkopf - einkonturige Stange mit Stern - 1439-1444 - verschiedene Varianten

Wasserzeichen: ähnlich Br. 2425 - Waage - 1433 -

Wasserzeichen: Variante Picc. Kr I 317 - Krone - ohne Bügel, ohne Beizeichen - 1444-1450 - verschiedene Varianten

Wasserzeichen: ähnlich Picc. An II 853 - Anker - 1444 -

Sekundärliteratur: Bartsch - Nr. 14 -

Sekundärliteratur: Wilken - S. 314-316 -

Sekundärliteratur: Wegener - S. VII & S. 37 & S. 39 -

Sekundärliteratur: Rost - S. 329 - Nr. 31 -

Sekundärliteratur: Schöndorf - S. 132 - Nr. 3 -

Sekundärliteratur: Koppitz - S. 34-50 -

Sekundärliteratur: Wallach-Faller - S. 111f -

Sekundärliteratur: Traband - S. 84 -

Sekundärliteratur: Wulf - S. 25f (h2) -

Sekundärliteratur: Kdihm 2, 1996 - S. 119-122 -

Sekundärliteratur: Saurma - Nr. 32 - Abb. 80


Einband

Halblederband - Holz & Leder (braun) - Stuttgart - 1962 -


Ausstattung:
Neuer Halbledereinband über vier Bünde mit Holzdeckeln und braunem Lederrücken, alte Blattweiser.

Restaurierung: Heiland, Hans
Restaurator

1962

Rückentitel: aufgeklebt - 1601/1700 - Rückentitel des alten Einbandes ausgeschnitten und aufgeklebt.

Signaturschild: 1901/2000 -

Inhaltsangabe: Inhaltsangabe des Bibliothekars H. Finke (20. Jh.) auf dem Vorderspiegel - 1901/2000 - (Spiegel, vorderer)


Falz

Pergamentdoppelblatt - ausgelöst & Fragment - Pergament - 39,5 x 3-3,5 cm - Straßburg - 1389-1400 -


Schrift:
mehrere Hände, zahlreiche Korrekturen und Nachträge


Text

ausgelöst -


Erschliessung: Rechnungsbuch -

Namenseintrag: Personen- und Ortsnamen verweisen auf Straßburg als Entstehungsort und sind in Straßburger Urkunden des 14. Jahrhunderts nachweisbar. -


1recto-3versob: Text



Prologus Galeatus

Autorschaft: Hieronymus, Sophronius Eusebius
Autor


Textautopsie: 1recto "DAs bi den Hebreischen zwen vnd zwenzig buchstaben sin das bezugt der lute Syriorum vnd Caldeorum sprache..." 3versob "Vnd bin worden erstumet vnd demütig Vnd han geswigen des guten." Text STEGMÜLLER, RB 323. - 4recto leer.


1recto: Initialzierseite

Hagenau (Unterelsaß), Werkstatt des Diebold Lauber

D-Initiale mit Drache, Maske, Krone und Schriftband



Initium: "Das bi den hebreischen zuen vnd zuenzig buchstaben sin das bezugt der lute syriorum vn(d) calceorum sprache die vsser grossem teil hebreischen sprochen glich ist..." - (rechts neben der Initiale)

Katalogtext-Kunstgeschichte: D-Initiale D mit Drachen, Maske, Krone, Schriftband und Rankenwerk im Binnengrund. Rankenwerk in Grün, Rosa, Weiß und Braun vor dem blauen Buchstabenkörper. Die Zwickeln des braunen Initialfeldes mit grünen und blauen Blattmotiven. Als Besatz Blattranken zum Teil an Stäben sowie Ranken mit Eicheln und Eichenlaub.


Handschrift

Hagenau (Unterelsaß), Werkstatt des Diebold Lauber
ausgelöst -



4verso-47rectoa: Text



Samuel [I]

Autorschaft: Marquard [Biberli] (zugeschrieben)
Übersetzer

Die Übersetzung der fünfbändigen Bibel-Ausgabe wurde von Wallach-Faller Marquard Biberli zugeschrieben.

Textautopsie: 4verso "]Hie vohet an das erste buch der kunige[." 5recto "]Regum[. EIn man was von Ramatha In [!] Sophin ab dem berge Effraym... " 47rectoa "Vnd noment ir gebein Vnd begrübent sü in dem walde Jabes Vnd vastetent süben tage."




4verso: Zeichnung (ganzseitig)

Hagenau (Unterelsaß), Werkstatt des Diebold Lauber

König am Pult deutet auf ein Buch

ungerahmt - Wasserfarbe & Deckfarbe



Titulus: "Hie vohet an das erste buch der kunige" - (oben)

Katalogtext-Kunstgeschichte: Ein durch seine Krone als König gekennzeichneter blonder, bärtiger Mann sitzt auf einer Bank und zeigt mit dem Finger auf ein offenes, vor ihm auf einem Pult liegendes Buch. Der König trägt ein langes, rotbraunes gegürtetes Gewand mit blauweißen Besätzen, Hermelinkragen und weiten Ärmeln. Die Figur wird links und oben durch ein großes, geschwungenes, leeres Schriftband gerahmt.


5recto: Initialzierseite

Hagenau (Unterelsaß), Werkstatt des Diebold Lauber

Initiale E mit kniendem Engel und segnendem Christus

Wasserfarbe & Deckfarbe



Titulus: "Regum" - (oben)

Katalogtext-Kunstgeschichte: Initiale E mit kniendem Engel mit Spruchband, darüber segnender Christus mit Weltkugel, im Buchstabenkörper vor rotem und weißem Grund aus mehreren Teilen zusammengesetztes Rankenwerk mit Blüten. In den Zwickeln des grünen Initialfeldes Kreissegmente mit vegetabilischen Ornamenten. Als Besatz Rankenwerk, zum Teil an einem Stab, und ein stilisierter Baum.


47verso-81rectob: Text



Samuel [II]

Autorschaft: Marquard [Biberli] (zugeschrieben)
Übersetzer

Die Übersetzung der fünfbändigen Bibel-Ausgabe wurde von Wallach-Faller Marquard Biberli zugeschrieben.

Textautopsie: 47verso "]Hie vohet an das ander buch der kunige Das erste cappittel[." 48recto "ES geschach do Saul dot was Vnd David wyder kerte..." 81rectob "Vnd der plage wart gewert von Ysraelis volk."




47verso: Zeichnung (ganzseitig)

Hagenau (Unterelsaß), Werkstatt des Diebold Lauber

König am Pult deutet auf ein Buch

ungerahmt - Wasserfarbe & Deckfarbe



Titulus: "Hie vohet an das ander buch der kunige Das erste cappittel" - (oben)

Katalogtext-Kunstgeschichte: Ein durch seine Krone als König gekennzeichneter blonder, bärtiger Mann sitzt auf einer Bank und zeigt mit dem Finger auf ein offenes, vor ihm auf einem Pult liegendes Buch. Der König trägt ein langes, rotbraunes gegürtetes Gewand mit blauweißen Besätzen, Hermelinkragen und weiten Ärmeln sowie ein grünes Untergewand. Die Figur wird links und oben durch ein großes, geschwungenes, leeres Schriftband gerahmt.


48recto: Initialzierseite

Hagenau (Unterelsaß), Werkstatt des Diebold Lauber

E-Initiale mit Affe und Pfau im Buchstabeninnern

Wasserfarbe & Deckfarbe



Katalogtext-Kunstgeschichte: Im Innern der E-Initiale sind oben ein sitzender Affe, der einen Spiegel hält, und unten ein Pfau dargestellt. Den Hintergrund des Binnengrundes bilden blaue, rosa und grüne Blattranken. Der Buchstabenkörper zeigt weiß-blaue Blattranken vor rotem Grund sowie rosa und grüne Blattmotive vor weißem Grund. Das grüne Initialfeld wurde mit blauen Blattmotiven verziert. Als Besatz ebenfalls Blattranken in Blau, Rosa, Braun und Grün.


81verso-120va: Text



Reges [I]

Autorschaft: Marquard [Biberli] (zugeschrieben)
Übersetzer

Die Übersetzung der fünfbändigen Bibel-Ausgabe wurde von Wallach-Faller Marquard Biberli zugeschrieben.

Textautopsie: 81verso "]Hie vohet an das dirte [!] buch der kunige[." 82recto "KUnig David altete vnd hatte manigen tag alters..." 120versoa "Vnd reissete den herrn got Ysraelis noch allen den dingen die sin vatter hatte getan." 121recto leer.




81verso: Zeichnung (ganzseitig)

Hagenau (Unterelsaß), Werkstatt des Diebold Lauber

König am Pult deutet auf ein Buch

ungerahmt - Wasserfarbe & Deckfarbe



Titulus: "Hie vohet an das dirte buch der kunige" - (oben)

Katalogtext-Kunstgeschichte: Ein durch seine Krone als König gekennzeichneter bärtiger Mann sitzt auf einer Bank und zeigt mit dem Finger auf ein offenes, vor ihm auf dem Pult liegendes Buch. Der König trägt einen langen, rotbraunen gegürteten Mantel mit blauweißem Besatz und Futter (aus Hermelin?), Hermelinkragen, weiten Ärmeln sowie ein grünes Untergewand. Im Hintergrund ist erneut ein großes, geschwungenes, leeres Schriftband zu sehen. Das Buch besitzt rechts zwei Schließen. Bank und Pult sind mit kleinen gotischen Fialen verziert.


82recto: Initialzierseite

Hagenau (Unterelsaß), Werkstatt des Diebold Lauber

B-Initiale mit Laute spielendem Engel und musizierendem Fabelwesen im Buchstabeninnern

Wasserfarbe & Deckfarbe



Katalogtext-Kunstgeschichte: Die B-Initiale zeigt im Binnengrund unten einen sitzenden Engel, der Laute spielt, oben ein an einen Ziegenbock erinnerndes Fabelwesen mit Flöte und Trommel. Der rote Buchstabenkörper ist mit weiteren drachenähnlichen Fabelwesen ausgestattet. Hinzu kommen Blattranken als Besatzmotive.


121verso-159rectob: Text



Reges [II]

Autorschaft: Marquard [Biberli] (zugeschrieben)
Übersetzer

Die Übersetzung der fünfbändigen Bibel-Ausgabe wurde von Wallach-Faller Marquard Biberli zugeschrieben.

Textautopsie: 121verso "]Hie vohet sich an das vierde buch der kunige[." 122recto "VOn [Textrest der Initialseite zerstört]..." 159rectoa "Die ward ouch von dem kunige geben tegelich alle die tag sines lebens." 159rectob "Das wir in ewigem leben mit spisen ewiger selikeit von gotte werdent gespiset Das helff vns der vatter des ewigen erbes Amen."




121verso: Zeichnung (ganzseitig)

Hagenau (Unterelsaß), Werkstatt des Diebold Lauber

König am Pult blättert in einem Buch

ungerahmt - Wasserfarbe & Deckfarbe

Erhaltung: Die Miniatur weist im Bereich der Darstellung des Buches Löcher auf. -

Titulus: "Hie vohet sich an das vierde buch der kunige" - (oben)

Katalogtext-Kunstgeschichte: Ein durch seine Krone erkennbarer bärtiger König sitzt auf einer mit einem Kissen gepolsterten Bank und blättert in einem vor ihm auf einem Pult liegenden Buch. Der König trägt eine rotbraune, lange, gegürtete Cappa, mit Ärmelfutter, Troddeln und Besatz aus Hermelin und ein blaues und grünes Untergewand, vielleicht auch eine Hermelin-Stola. Links und oben wird die Figur von einem leeren Schriftband eingerahmt.


122recto: Initialzierseite

Hagenau (Unterelsaß), Werkstatt des Diebold Lauber

V-Initiale, ursprünglich mit zwei Drachen und Rankenwerk im Buchstabeninnern

Wasserfarbe & Deckfarbe

Erhaltung: Initiale und Text sind zum größten Teil zerstört. -

Katalogtext-Kunstgeschichte: V-Initiale, die in ihrem Binnengrund ursprünglich zwei Drachen zwischen Blumen und Blattranken zeigte. Roter Initialkörper mit blau-weißen Ranken vor blauem Initialfeld mit rosa Blattmotiven. Blumen- und Blattranken als Besatz.


159versoa-161rectoa: Text



Prologus S. Hieronymi in libro Paralipomenon

Autorschaft: Hieronymus, Sophronius Eusebius
Autor


Textautopsie: 159versoa "]Hie vohet an der prologus des priesters sancti Jeronomi in daz buch Paralipomenon[. WEre es daz die gedichtete geschrifft der lxx meister lut belibe..." 161rectoa "Vnde den mynen gedichten Ob horen der andern ioch vn hörig oder toup sint." Text STEGMÜLLER, RB 328.


161verso-197rectob: Text



Paralipomena [I]

Autorschaft: Marquard [Biberli] (zugeschrieben)
Übersetzer

Die Übersetzung der fünfbändigen Bibel-Ausgabe wurde von Wallach-Faller Marquard Biberli zugeschrieben.

Textautopsie: 161verso "]Hie hebet sich an das erste buch Paralipomenon vnd ist das erste buch noch der kunige buch[." 162recto "]Paralipomenon[. ADam, Sechenas, chas, caman, Malaleel, aaret [!]..." 197rectob "Es sy in Ysrael oder es sy in allen richen der landes des ertrichs. Ende hat das erste büch Paralipomenon etc."




161verso: Zeichnung (ganzseitig)

Hagenau (Unterelsaß), Werkstatt des Diebold Lauber

Betender Mann am Pult

ungerahmt - Wasserfarbe & Deckfarbe



Titulus: "Hie hebet sich an das erste buch paralipomenon vnd ist das erst buch nach der kunige buch" - (oben)

Katalogtext-Kunstgeschichte: Ein blonder, bärtiger Mann in blauem Gewand sitzt mit gefalteten Händen vor einem aufgeschlagenem Buch auf einem Schreibpult. Sein Blick ist nach oben gerichtet. Er trägt keine Schuhe. Links und oben wird die Figur von einem geschwungenen, leeren Schriftband umgeben.


162recto: Initialzierseite

Hagenau (Unterelsaß), Werkstatt des Diebold Lauber

A-Initiale mit Drachen, Greifvogel-Fabeltier und Rankenwerk

Wasserfarbe & Deckfarbe



Titulus: "Paralipomenon" - (oben)

Katalogtext-Kunstgeschichte: A-Initiale mit blauem, weißem und grünem Rankenwerk vor rotem Initialkörper. Das blaue Initialfeld ebenfalls mit grünen und rosa Blattmotiven. Im Binnengrund oben ein greifvogelähnliches Fabeltier unten ein verschleierter Drache zwischen Blumen.


197versoa-199rectoa: Text



Prologus S. Hieronymi in libro Paralipomenon
II

Autorschaft: Hieronymus, Sophronius Eusebius
Autor


Textautopsie: 197versoa "]Hie uohet an der prologus des andern buches Paralipomenon[. EUsebius Ieronomus grösset sine fründe Dominion vnde Rogatione in Jhesu Christo..." 199rectoa "Vnd das er nit en liset in den hebreischen buchen." Text STEGMÜLLER, RB 327.


199verso-246rectob: Text



Paralipomena [II]

Autorschaft: Marquard [Biberli] (zugeschrieben)
Übersetzer

Die Übersetzung der fünfbändigen Bibel-Ausgabe wurde von Wallach-Faller Marquard Biberli zugeschrieben.

Textautopsie: 199verso "]Hie uohet an das ander büch Paralipomenon das erste cappittel[." 200recto "UMb dise vorgenanten sachen ist bef[es]tet Salomon ein sun David in sime riche..." 246rectob "Wann dich lobent alle tugend der hymele Vnd dir ist lob in ewikeit vber ewikeit AMEN. Nu musz es got walten." Text Nach der Eingruppierung der deutschen Bibelübersetzungen von WALTHER (Sp. 402f.), gehört der Text des Cod. Pal. germ. 20 zum 12. Übersetzungszweig.




199verso: Zeichnung (ganzseitig)

Hagenau (Unterelsaß), Werkstatt des Diebold Lauber

Betender Mann am Pult wird von den Strahlen Gottes inspiriert

ungerahmt - Wasserfarbe & Deckfarbe



Titulus: "Hie vohet an das ander büch paralipomeno das erste cappittel" - (oben)

Katalogtext-Kunstgeschichte: Ein blonder, bärtiger Mann sitzt mit gefalteten Händen vor einem aufgeschlagenen, leeren Buch auf seinem Pult. Er trägt ein rotbraunes, gegürtetes Gewand mit weiten Ärmeln, blau-weißem Besatz und Kragen. Sein Barret (Flat cap?) hat ebenfalls einen blau-weißen Besatz. An seinem Gürtel hängt eine Geldbörse. Über dem Pult ist in einem Wolkenband die segnende Halbfigur Gottes sichtbar, von deren Brust Strahlen auf den Betenden herabfallen.


200recto: Initialzierseite

Hagenau (Unterelsaß), Werkstatt des Diebold Lauber

U-Initiale mit Blütenmedaillons und Rankenwerk

Wasserfarbe & Deckfarbe

Erhaltung: Zerstörungen durch Tintenfraß im Bereich des Initiums. -

Katalogtext-Kunstgeschichte: Blaue U-Initiale mit rosa, roten und weißen Blattmotiven vor rosa Initialfeld mit grünen, weißen und gelben Blatt- und Blütenformen. Im Binnengrund acht Blütenornamente in Kreisen. Als Besatz Blumen- und Blattranken zum Teil an Stäben.


246rectob: Text


Schrift:
In kleinerem Schriftgrad abgesetzt, die beiden letzten Zeilen rot gerahmt.
Schreiberspruch mit der Bitte um Wohlstand

Herstellung: Anonymus [...bangk]
Schreiber

Erschliessung: Spruch -

Textautopsie: 246rectob "O got durch dine gute/ Beschere vns kugeln vnd huete/ Menteln vnd roecke/ Geisze vnd bocke/ Schoffe vnd Rinder/ Vil frovwen vnd wenig kinder. Explicit durch den [?] bangk/ Smale dienst machent eime das jor langk." Text In abweichender Formulierung werden die Verse in der Zimmerschen Chronik Graf Hanns von Werdenberg zugeschrieben (Zimmersche Chronik, hrsg. von K. A. BARACK Freiburg/Tübingen 21881, Bd. 1, S. 252). S. WATTENBACH, S. 515; Colophons 6, Nr. 22662. Zur Deutung s. WILKEN, S. 315f., WALTHER, Sp. 403 und KAUTZSCH, S. 71, Anm. 1.- 246verso leer 247*recto/verso leer.


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