Historische Schreibsprachen - Internetbibliographie

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Sonstiges

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zuletzt geändert am 11.03.2007

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Allgemeine Literatur - Landschaftsübergreifendes

Hier finden Sie: Grammatiken und Belegsammlungen; Überblicksdarstellungen und landschaftsübergreifende Untersuchungen zu Detailfragen; weitere Bibliographien; allgemeine Links zu Schreibsprachen; Links zu online verfügbaren und gedruckten histor. Wörterbüchern.

Grammatiken, Belegsammlungen

  • Moser, Hugo / Stopp, Hugo / Besch, Werner (Hg.): Grammatik des Frühneuhochdeutschen. Heidelberg 1928-91. 

  • Bd. 1 Lautlehre, Orthographie, Betonung, Stammsilbenvokale; 
    Bd. 1.1 Vokalismus der Nebensilben I: Apokope, Synkope, Sproßvokal, epithetisches -e; 
    Bd. 1.2: Vokalismus der Nebensilben II: Die Entsprechung von mhd. unbetontem e; 
    Bd. 1.3 Vokalismus der Nebensilben III: Die Entsprechungen nichthaupttoniger mhd. Vokale außer e; 
    Bd. 1.3.2: Lautlehre, Konsonanten; 
    Bd. 3: Flexion der Substantive; 
    Bd. 4: Flexion der starken und schwachen Verben; 
    Bd. 6: Flexion der Adjektive; 
    Bd. 7: Flexion der Pronomina und Numeralia. 
    Ungeheuer ausführlich, aber leider für den Nicht-Sprachwissenschaftler zu detailliert (Sammlung von Belegmaterial). Kein Werk, um rasch einen Überblick zu erhalten; aber nicht zu ersetzen, wenn es um sehr spezielle Fragen geht (sofern man sich zurechtfindet!).
  • Moser, Virgil: Historisch-grammatische Einführung in die frühneuhochdeutschen Schriftdialekte. Halle 1909 (Ndr. Hildesheim 1971). Unübertroffenes Standardwerk. Immer gut für eine erste grobe Orientierung, weitaus übersichtlicher als die frühneuhochdeutsche Grammatik! 2. Band (u.a. Vokalismus der Nebensilben) leider nie erschienen.
  • Ebert, Robert Peter / Reichmann, Oskar / Solms, Hans-Joachim / Wegera, Klaus-Peter (Hg.): Frühneuhochdeutsche Grammatik. Tübingen 1993 (= Sammlung kurzer Grammatiken germanischer Dialekte A. 12). Standardwerk. Knapp gehalten, bei Detailproblemen nicht übermäßig hilfreich.
  • Schirokauer, Arno: Studien zur mittelhochdeutschen Reimgrammatik, in: Beiträge zur Geschichte der dt. Sprache und Literatur [PBB] 47.1923, 1-126. Wichtig für die Mhd. Epoche. Viel Belegmaterial, wenig Analyse. 

  • Anfang

    Überblicksdarstellungen

  • Bahder, Karl von: Zur Wortwahl in der frühneuhochdeutschen Schriftsprache. Heidelberg 1925 
  • Besch, Werner: Sprachlandschaft und Sprachausgleich im 15. Jahrhundert. Studien zur Erforschung der Spätmittelhochdeutschen Schreibdialekte und zur Entstehung der Neuhochdeutschen Schriftsprache. München 1967 (= Bibliotheca Germanica 11) Standardwerk. Mit zahlreichen Karten. Unübertroffen für eine erste grobe Einteilung von Schreibsprachen auf der Basis von Kennwörtern. Vgl. hierzu auch die Tabelle zur großräumigen Bestimmung von Schreibsprachen
  • Elmentaler, Michael: Struktur und Wandel vormoderner Schreibsprachen. Berlin, New York 2003 (= Studia Linguistica Germanica 71).
  • Gleißner, Käthe / Frings, Theodor: Zur Urkundensprache des 13. Jahrhunderts, in: Zeitschrift für Mundartforschung 17.1941, 1-157.
  • Ising, Gerhard: Zur Wortgeographie spätmittelalterlicher deutscher Schriftdialekte: eine Darstellung auf der Grundlage der Wortwahl von Bibelübersetzungen und Glossaren. Berlin 1968 (= Veröffentl. des Institut für Deutsche Sprache und Literatur 38).
  • Klappenbach, Ruth: Zur Urkundensprache des 13. Jahrhunderts, in Beiträge zur Geschichte der deutschen Sprache und Literatur [PBB] 67.1945, 326-356; 68.1946, 185-264.
  • Lessiak, Primus: Beiträge zur Geschichte des deutschen Konsonantismus. Brünn 1933 (= Schriften der philosoph. Fakultät der deutschen Univ. in Prag 14).
  • Lindgren, Kaj Brynolf: Die Ausbreitung der nhd. Diphthongierung bis 1500. Helsinki 1961 (= Annales Academiae scientiarum Fennicae. Ser. B. 123,2).
  • Skála, Emil: Zur Verbreitung der mittelhochdeutschen Diphthong- und Monophthongierung, in: Germanistica Pragensia. Acta Universitatis Carolinae. Philologica 10.1991, 7-18.
  • Solms, Hans-Joachim: Die morphologischen Veränderungen der Stammvokale der starken Verben im Frühneuhochdeutschen, untersucht an Texten des 14. - 18. Jh. Diss. Masch. Bonn 1984. Mit Karte. Ist in überarbeiteter und erweiterter Form in die Frühneuhochdt. Grammatik eingegangen.
  • Stopp, Hugo: Zur Lokalisierung alter, besonders spätmittelhochdeutscher, literarischer Texte, in: Wirkendes Wort [WirkWort] 14.1964, 105-120.
  • Wiesinger, Peter: Die Einteilung der deutschen Dialekte, in: Werner Besch u.a. (Hg.): Dialektologie. Ein Handbuch zur deutschen und allgemeinen Dialektforschung. Bd. 2. Berlin, New York 1983. S. 572-580. Sehr guter Überblick mit Karten. Zeigt Wechsel der Einteilungskriterien.
  • Wiesinger, Peter: Phonetisch-phonologische Untersuchungen zur Vokalentwicklung in den deutschen Dialekten. Berlin 1970

  • Anfang  

    Detailfragen, landschaftsübergreifend

  • Boor, Helmut de: 'Elliu - alliu - alle' in den deutschen Urkunden des 13. Jahrhunderts, in: Ernst-Joachim Schmidt (Hg.): Kritische Bewahrung. Beiträge zur deutschen Philologie. Festschrift für Werner Schröder. Berlin 1974, S. 118-139.
  • Boor, Helmut de: Das Pronomen 'dieser' in den deutschen Urkunden des 13. Jahrhunderts, in: Beiträge zur Geschichte der deutschen Sprache und Literatur [PBB (Tü)] 98.1976, 1-31.
  • Boor, Helmut de: Die Flexionsformen von 'haben' in den deutschen Urkunden des 13. Jahrhunderts, in: Sprachwissenschaft 1.1976, 119-143.
  • Schüßler, Martin: Die Entwicklung der Gauner- und Verbrechersprache "Rotwelsch" in Deutschland von der Mitte des 13. bis zur Mitte des 16. Jahrhunderts. In: Zeitschrift der Savigny-Stiftung für Rechtsgeschichte. Germ. Abt. [ZRG GA] 118.2001, 387-419.
  • Schulze, Ursula: Bemerkungen zur Orthographie von 'diutsch' in den deutschsprachigen Urkunden des 13. Jahrhunderts und zum Übergang der Lautgruppe 'sk > sch', in: Beiträge zur Geschichte der deutschen Sprache und Literatur [PBB (Tü)] 86.1964, 301-321. 
  • Wegstein, Werner: Der Mittelhochdeutsche Sprachraum im Kartenbild der Grammatik, in: Dorothea Klein (Hg.): Vom Mittelalter zur Neuzeit. Festschrift für Horst Brunner. Wiesbaden 2000, S. 347-357.
  • Grundsatzprobleme

  • Besch, Werner: Schriftzeichen und Laut. Möglichkeiten der Lautwertbestimmung an deutschen Handschriften des späten Mittelalters, in: Zeitschrift für deutsche Philologie [ZfdPh] 80.1961, 287-302.
  • Elmentaler, Michael: Zur phonischen Interpretierbarkeit spätmittelalterlicher Schreibsprachen, in: Volker Honemann, Helmut Tervooren u. a. (Hg.): Beiträge zur Sprache und Literatur des Mittelalters in den nideren landen. Gedenkschrift für Hartmut Beckers. Köln u. a. 1999, S. 87-103.
  • Elmentaler, Michael: Zur Koexistenz graphematischer Systeme in der spätmittelalterlichen Stadt, in: Michael Elmentaler (Hg.): Regionalsprachen, Stadtsprachen und Institutionssprachen im historischen Prozess. Wien 2000 (= Schriften zur diachronen Sprachwissenschaft 10), S. 53-72.
  • Elmentaler, Michael: Der Erkenntniswert der schreibsprachlichen Variation für die Sprachgeschichte. Überlegungen zu den Ergebnissen eines Duisburger Graphematikprojektes. In: Rheinische Vierteljahrsblätter 65. 2001, 290-314.
  • Mihm, Arend: Zur Deutung der graphematischen Variation in historischen Texten, in: Annelies Häcki Burhofer (Hg.): vom Umgang mit Variation: Soziolinguistik, Dailektologie, Methoden und Wissenschaftsgeschichte. Festschrift für Heinrich Löffler zum 60. Geburtstag. Tübingen, Basel 2000 (= Basler Studien zur deutschen Sprache und Literatur 80), S. 367-390. Interessante Analyse. Gut zum Einstieg in die Problematik. Auch gut zum allg. Einstieg in das Problem histor. Schreibsprachen. - Hier wird sehr deutlich, dass das Phänomen graphematischer Variation bei der Schreibsprachenanalyse eine nicht zu unterschätzende Rolle spielt.
  • Mihm, Arend: Ausgleichssprachen und frühneuzeitliche Standardisierung. In: Rheinische Vierteljahrsblätter [RhVjbll] 65.2001, 315-359.
  • Mihm, Arend: Zur Neubestimmung des Verhältnisses zwischen Schreibsprachen und historischer Mündlichkeit, in: Franz Patocka, Peter Wiesinger (Hg.): Morphologie und Syntax deutscher Dialekte und Historische Dialektologie des Deutschen. Wien 2004, S. 340-382.
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Weitere Bibliographien

  • Blume, Herbert (Hg.): Bibliographie des Internationalen Arbeitskreises für Historische Stadtsprachenforschung. Wien 1997 (= Schriften zur diachronen Sprachwissenschaft 6). Unkommentierte Sammlung von Arbeiten, vorwiegend des 20. Jhs. Vor allem orientiert auf Stadtsprachen (nicht nur des Mittelalters). 323 Nummern, sehr handlich und praktisch.
  • Meier, Jörg / Ziegler, Arne: Kanzleisprachenforschung im 19. und 20. Jahrhundert. Eine Bibliographie Wien 2002 (= Beiträge zur Kanzleisprachenforschung 2). Unkommentierte, jedoch ausgesprochen umfangreiche Sammlung von Titeln (1028 Nummern), mit Ortsregister! Leider nicht geschieden nach Thematik der Arbeiten: sprachwissenschaftlich, historisch, diplomatisch etc. orientierte Arbeiten in bunter Folge. Dennoch eine Fundgrube.
  • Wiesinger, Peter / Raffin, Elisabeth (Hg.): Bibliographie zur Grammatik der deutschen Dialekte. Laut-, Formen-, Wortbildungs- und Satzlehre 1800 bis 1980. 2 Bde (Bibliographie, Karten). Bern, Frankfurt 1982. Entstanden und gedacht als Hilfsmittel für die 'normale' Dialektologie enthält diese äußerst umfangreiche Bibliographie (fast 5000 Nummern) dennoch zahlreiche Titel, die auch bei der Analyse von historischen Schreibsprachen hilfreich sein können.

    Allgemeine Links

 

Wörterbücher online und in Druckfassungen 

 

  • Alle im Internet verfügbaren Wörterbücher der dt. Sprache und viele andere mehr sollen dermaleinst über eine Seite der Berlin-Brandenburgischen Akademie angesteuert werden können. Als Linksammlung brauchbar, aber noch im Aufbau. - Stand 29.09.2006.

    http://www.woerterbuch-portal.de/


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Anregungen und Literaturhinweise an: schreibsprachen@gmx-topmail.de